KultPro e.V.
Aktuelles / Новости
Die Wahl in Russland

Am 04.03.2012 sendet der Presseclub der ARD (12.00 Uhr) live aus Moskau. Nastya wird zu Gast sein und dort mit anderen Journalisten über die Wahlen in Russland diskutieren.
Die Wahlen in Russland sorgen gerade für reichlich Zündstoff in der Zivilbevölkerung. Ausgehend von Künstlern und Kreativen und mit Hilfe von Facebook und sozialen Netzwerken hat sich eine beachtliche Oppositionsbewegung gebildet. In welche Richtung wird sich die russische Gesellschaft in den nächsten Jahren bewegen und was wird aus dieser neugewonnenen Kraft der Oppositionsbewegung? Auch wenn das Ergebnis der Wahlen vorhersehbar ist, die Entwicklungen im Land bleiben spannend
Soundtrack zur Wahl
Dumm dumm dumm..., irgendwie war das Lied: "unser Irrenhaus stimmt für Putin" von der Band "Rabfak" in den deutschen Medien überall zu hören - wahrscheinlich liegts am eingängigen Text und dem affengeilen Gitarrensolo in der Mitte oder der hervorragenden Qualität des Clips?
Der Klassiker unter den russischen Songs zur Wahl kommt aber von der Gruppe Leningrad.
in diesem Sinne wünschen wir euch einen schönen Sonntag
Alles Gute zum neuen Jahr 2012 wünscht euch KultPro !
Für uns wird dieses Jahr ein ganz Besonderes werden. Nachdem wir im letzten Jahr erfolgreich zwei Projekte in Deutschland durchgeführt haben steht nun die Premiere in Russland an, die ja eigentlich nur ein Wiedersehen ist. Das Projekt PlaNet geht in die zweite Runde, diesmal im Rahmen des Deutschlandjahres in Russland und etwas größer. Darauf freuen wir uns und werden euch auf diesem Weg immer über den neusten Stand der Dinge informieren.
Das Deutschlandjahr in Russland steht übrigens unter dem Motto: «gemeinsam die Zukunft gestalten», sehr treffend wie wir finden, gestalten wir also, bitteschön! Auf eure Ideen und Initiativen sind wir auch in diesem Jahr gespannt und werden alles versuchen euch dabei zu unterstützen.
Die Stimme Russlands berichtet über KultPro e.V. und seiner Aktivitäten während des Deutschlandjahres in Russland:
Россия - Германия: онлайн и оффлайн
Анастасия Горохова, одна из создателей фонда «KultPro» о деятельности и интернет - проектах организации
2012 и 2013 годы официально объявлены годом Германии в России и соответственно Годом России в Германии.
В рамках Года Германии в 2012 г. в Москве и Санкт-Петербурге, и в 2013 г. – в регионах России пройдут многочисленные мероприятия, посвященные политике, экономике, культуре образованию и науке обеих
стран.
Причем же здесь Интернет? Дело в том, что девиз Года Германии в России звучит так: "Германия и Россия – вместе создавать будущее"
А будущее как известно у нас за Интернетом.
Российско-германский фонд «KultPro», о котором у нас сегодня пойдет речь, также участвует в Годе Германии в России. Проект был
создан для объединения творческих личностей, их замыслов и идей. Фонд реализует культурные проекты между Россией и Германией, в том числе и с помощью Интернета. Проект учитывает
национальную специфику двух стран, адаптируя инициативы под разные аудитории и культурные контексты.
Как заявлено на сайте kultpro.org миссия проекта – перешагивать через границы, создавать новое и учиться друг от друга. А что может быть лучшим инструментом для всех вышезаявленных
целей, чем Интернет.
Подробнее о деятельности и интернет- проектах «KultPro» в интервью «Голосу России» рассказала Анастасия Горохова, одна из создателей
проекта.
Deutsch Russische Beziehungen: On- und Offline
Anastasia Gorokhova, eine der Gründerinnen des Vereins KultPro e.V. über seine Aktivitäten, das Internet sowie über die Projekte des Vereins
2012 und 2013 wurden offiziell zum Deutschlandjahr in Russland und zum Russlandjahr in Deutschland erklärt. Im Rahmen des Deutschlandjahrs gibt es 2012 in Moskau und Sankt Petersburg und 2013 in den russischen Regionen verschiedene Veranstaltungen, die den Bereichen: Politik, Wirtschaft, Kultur, Bildung und Wissenschaft beider Länder gewidmet sind.
Was hat das jetzt mit dem Internet zu tun? Das Motto des Deutschlandjahres in Russland lautet: „Deutschland und Russland – gemeinsam die Zukunft gestalten“ - die Zukunft in Russland hängt bekanntlich vom Internet ab.
Der Russisch-Deutsche Verein KultPro e.V. nimmt auch am Deutschlandjahr in Russland teil. Gegründet wurde er um kreative Menschen zusammenzubringen, ihre Ideen und Gedanken. Der Verein realisiert Kulturprojekte zwischen Russland und Deutschland auch mit Hilfe des Internets. Der Verein achtet die nationalen Besonderheiten beider Länder und adaptiert Initiativen für verschiedene Auditorien und kulturelle Kontexte. Wie auf der Seite des Vereins www.Kultpro.org zu lesen ist, ist die Mission des Vereins Grenzen zu überwinden, Neues zu schaffen und dabei vom jeweils anderen zu lernen.
Was könnte besser geeignet sein diese Ziele umzusetzen als das Internet? Über die Projekte von KultPro erzählt Anastasia Gorokhova der Stimme Russlands im Interview.
Das Interview mit Nastya allerdings auf Russisch gibt es unter diesem Link: http://rus.ruvr.ru/data/2011/12/15/1243650305/gorohova.mp3
Hier ein Artikel über das Deutschlandjahr in Russland auf Deutsch:http://russland-heute.de/articles/2012/01/20/gemeinsam_die_zukunft_gestalten_14108.html
Für alle die sich fragen, was da eigentlich gerade in Moskau los ist - hier ein kleiner Bericht...
Meine Stadt und meine Straßen
Seit einigen Tagen gehört Moskau nicht mehr seinen Bewohnern, die von morgens bis abends für ein besseres Leben arbeiten, das die ganze Zeit nicht kommen will. Auch wenn unsere Regierungspartei uns jeden Tag vom Fernsehbildschirm aus erzählt, wie gut wir hier in Russland, dem größten Land der Erde, leben.
Damit wir, einfachen Bürger, das auch mit Sicherheit glauben, sind seit den peinlichen, falsifizierten Parlamentswahlen vom 4. Dezember 2011 auch wieder die so genannte Putinjugend – die Bewegung „Naschi“ (zu Deutsch „Unsere“) aus den Regionen in die Hauptstadt gebracht worden. Das bedeutet 15.000 Schüler und Studenten, die leider selbst keine Antwort auf die Frage haben: „Was hat die bestimmte Partei und der bestimmte Mann so tolles gemacht?“ Dafür aber jede Menge Parolen brav auswendig gelernt haben.
Am 5. Dezember fand auf Grund der allgemeinen Unzufriedenheit mit der politischen Lage im Land und der offensichtlich manipulierten Wahlergebnisse eine große Protestaktion im Zentrum statt, die sanktioniert war. Laut Medien waren etwa 7000 Menschen anwesend, was für Moskau unglaublich viel ist. Alles verlief friedlich, bis der offizielle Teil der Veranstaltung vorbei war. Währenddessen standen schon zigtausende Fahrzeuge mit Spezialeinheiten der Polizei (OMON) einsatzbereit im ganzen Zentrum. Diese blockierten sämtliche Straßen um den Demonstrationsplatz herum und fingen an wahllos sowohl Demonstranten als auch Fußgänger festzunehmen. Journalisten konnten erfahren, dass es wohl einen Befehl gab mindestens 300 Menschen festzunehmen, vorzugsweise junge Männer um die 25-30 Jahre.
Einer von ihnen ist Fedor Nikolaew, mein Freund, der mit mir zusammen auf der Straße stand und weder Parolen schrie, noch die Polizei beschimpfte, sich einfach nur friedlich mit mir unterhielt. Innerhalb von zwei Sekunden wurde er von den Spezialeinheiten festgenommen und in einen Bus gesteckt.
Das ist jetzt über 24 Stunden her. Die letzte Nacht verbrachte er mit zwanzig anderen in einem Moskauer Polizeirevier. Die Inhaftierten sind auf unterschiedliche Reviere in ganz Moskau verteilt.
Sie sitzen in Zellen, die etwa 13 Quadratmeter groß sind. Und sitzen ist eigentlich übertrieben – denn es gibt eine Bank, auf die drei Menschen passen, vier können auf dem Boden sitzen und der Rest muss stehen. Die ganze Nacht über bekamen sie von der Polizei weder Wasser, noch Essen. Erst morgens konnten die Verwandten der Festgenommenen zu ihnen, um Ihnen das Nötigste zu bringen.
Gegen 16 Uhr wurden sie – wie viele andere in der gleichen Situation – zum Gericht gefahren. Fedor und seine „Mithäftlinge“ kamen zum Basmannij - Gerichtshof, nicht weit des Hauptsitzes der russischen Eisenbahn RZD und des Hilton-Hotels. Dort saßen sie fast neun Stunden im Polizeibus und durften nicht raus. Währenddessen war ich im Gericht – und sprach mit anderen Inhaftierten, die auf ihren Prozess warteten. Laut Strafgesetzbuch droht ihnen eine Verurteilung von bis zu 15 Tagen Haft. Innerhalb dieser endlosen Stunden wurden sechs junge Männer verurteilt – jeder von ihnen wurde ungefähr eine Stunde lang verhört. Die Gerichtsverhandlungen verliefen mit Verstößen gegen sämtliche Rechte. Es waren Verhandlungen hinter geschlossenen Türen, weder Journalisten, noch Beobachter oder Menschenrechtler wurden zugelassen. Der einzige Anwalt, der anwesend war, schrie die ganz Zeit, es würde gegen alle Rechte verstoßen werden, konnte aber nichts dagegen machen. Wie immer waren wir gegen das russische Gesetz machtlos.
Um 22 Uhr hatte das Gericht Feierabend. Alle, die bis dahin nicht das „Glück“ verhört zu werden, mussten wieder zurück auf die Polizeireviere. Für eine weitere schlaflose Nacht.
Parallel fand am 6. Dezember eine weitere Protestaktion mit mehreren Tausend Teilnehmern auf dem Triumphplatz in Moskau statt. Dabei wurden weitere 300 Personen festgenommen. Genau auf dem gleichen Platz fand auch eine pro Putin Demonstration statt. Natürlich wurde dabei niemand festgenommen.
Morgen um 9 Uhr ist die nächste Gerichtsverhandlung, auch die von Fedja, meinem Freund. Vielleicht muss er eine Geldstrafe zahlen, aber vielleicht sitzt er die nächsten zwei Wochen in einer Kammer mit einem kleinen, vergitterten Fenster. Doch wie seine Geschichte auch ausgeht – die Maßnahmen der Staatsmacht haben nicht etwa Angst verbreitet, sondern die Unzufriedenheit innerhalb der Bevölkerung nur noch vergrößert.
Für Samstag ist die nächste Anti-Putin-Demo angekündigt. Innerhalb weniger Stunden haben fast 4000 Menschen online über Facebook ihre Teilnahme bestätigt.
Wir werden nicht aufgeben, denn – wie bei allen Kundgebungen skandiert wird: „Es ist UNSERE Stadt!“
- Für alle die Russisch können: hier gibt es einen akkustischen Eindruck von den Geschehnissen am 06. Dezember auf dem Triumphplatz. Und hier und hier noch weitere Interessante Berichte

Urban Art / New Media Projekt: Pla.Net im Dortmunder Hafen will Schnittstelle zwischen
aktuellen Themen und Tendenzen in Dortmund und Moskau aufzeigen.
Im Rahmen einer Projektwoche vom 24.10. bis zum 29.10. 2011 werden der Moskauer Künstler Misha Most und der Dortmund Künstler und Graphikdesigner Mark Gmehling zusammentreffen um gemeinsam zu arbeiten. Der Ort des Geschehens ist die Dortmunder Bergmann Brauerei am Hafen. Thomas Raphael, der vor einigen Jahren die alte Biermarke wiederbelebte, wird im Rahmen der Projektwoche Bier brauen. Aktuelle Kunst aus Dortmund und Moskau trifft dabei auf ein Stück urbaner Lebenswirklichkeit am Dortmunder Hafen. Dieser Prozess wird von Studenten der WAM Medienakademie in Form einer multimedialen Dokumentation im Internet abgebildet.
Zum Abschluss der Projektwoche findet am 29. Oktober ab 18 Uhr die
öffentliche Vernissage in der Bergmann Brauerei, Schäferstraße 33a Dortmund statt.
Das Projekt wird von KultPro e.V. organisiert und von der Dortmunder Hafen AG, der WAM-Medienakademie, der Bergmann Brauerei sowie Hermann Brause unterstüzt.
Erste Eindrücke der Vernissage
Am 19.10.2011 fand die Vernissage des Fotorehabilitationsprojekts: Wir leben auf dieser Erde - im Forum der Georgschule Dortmund statt.
Es wurden Fotos der Kinder aus früheren Fotoaufenthalten in Deutschland gezeigt, sowie Fotos aus dem gemeinsamen Projekt mit Schülern der 10. Klasse der Rudolf-Steiner-Schule.
Für alle die nicht dabei sein konnten gibt es hier die ersten Eindrücke der Vernissage...
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Wir leben auf dieser Erde
Wer in diesen Tagen einer bunten Truppe von russischen Kindern und Jugendlichen, ausgerüstet mit Fotoapparaten in der Stadt begnet, sollte sich nicht wundern– es sind die Kinder und Jugendlichen des Fotorehabilitationsprojektes „Wir leben auf dieser Erde“. Vom 15.10. bis zum 31.10.2011 wird diese bunte Gruppe noch in Dortmund sein um die Stadt, aus ihrer ganz eigenen Perspektive abzubilden.
Der Hintergrund des Fotorehabilitationsprojektes ist traurig. Alle mitwirkenden Kinder haben eine schwere Krebserkrankung hinter sich. Durch die zum Teil jahrelangen Krankenhausaufenthalte der Kinder fällt es ihnen schwer nun zurück zu kehren zum Alltag, das Erlebte zu verarbeiten. In Russland gibt es keinerlei Rehabilitationsmaßnahmen für an Krebs erkrankte Kinder. Der bekannte Moskauer Fotograf Juri Chramow, hat sich dieser Kinder auf ganz spezieller Weise angenommen. Zuerst mit einem Fotoworkhsop für Kinder, die sich noch in Behandlung und z.T. im Krankenhaus befanden.
Chramow erzählt über seine erste Begegnung mit den Kindern auf der Krebsstation eines Moskauer Krankenhauses: „die Kinder waren durch die monatelangen Aufenthalte und den massiven Stress und das Leid zum Teil sehr depressiv. Sie entwickelten während der Zeit im Krankenhaus, indem die Wände weiß und die Zimmer kahl sind eine Art visuellen Hunger. Als ich das sah, wusste ich, was ich diesen Kindern geben kann. Ich wollte ihnen helfen ihren Blick zu schulen, den visuellen Hunger zu stillen - mit den Mitteln der Fotografie“
Das ist Chramow mehr als gelungen. Seine Fotoworkshops fanden großen Anklang und aus einer kleinen Gruppe entwickelte sich schnell ein ganzes Fotocamp.
Mit Hilfe des Goethe-Instituts in Moskau und des Verein KultPro e.V. konnten den Kindern bereits mehrere Aufenthalte in Deutschland ermöglicht werden.

Diesmal sind die Kinder zu Besuch in Dortmund. Vom 17. –bis zum 19. Oktober 2011 werden Sie gemeinsam mit den Kindern der Rudolf-Steiner-Schule unter Anleitung von Juri Chramow fotografieren. Die Arbeiten, die bei diesem Experiment zwischen den deutschen und russischen Kindern und Jugendlichen entstanden sind, werden im Rahmen einer kleinen Vernissage präsentiert. Außerdem werden Fotos der vergangenen Workshops in Deutschland gezeigt werden.
Zu der Vernissage am 19.10.2011 um 19:00 Uhr im Forum der Georgschule Dortmund (Mergelteichstraße 63) möchten wir alle Interessierten herzlich einladen

Urban Art/ New Media Projekt in Dortmund
gemeinsam mit unseren Projektpartnern, der WAM Medienakademie und der Bergmann Brauerei wird unser nächstes Projekt vom 24. - 30.10.2011 stattfinden. Hier gibt es den Projektflyer...




